Von selbst gemacht bis FFP – welche Maske denn jetzt?

Zur Zeit sieht man sie überall – Atemschutzmasken. Sie sind dieses Jahr der Verkaufsschlager. Selbst gemacht, von der Nachbarin bis hin zu den sicheren FFP-Masken, die auch den Träger schützen.

Worauf achte ich denn jetzt bei wenn ich eine Maske kaufe? Am wichtigsten ist wohl die Frage, welchen Schutz ich erreichen möchte für mich oder andere. Ein Schal vor dem Gesicht oder andere Not-Konstruktionen wie eine aus Servietten gefaltete Maske oder ein Kaffeefilter schützt wahrscheinlich bestenfalls vor dem Ordnungsamt oder davor, des Hauses verwiesen zu werden. Masken selbst nähen nach Anleitung ist wohl eines der neuen Hobbys seit dem Frühjahr 2020. Diese schützen immerhin mein Gegenüber davor, direkt mit meiner Atemluft konfrontiert zu werden.

Im Laufe des Jahres haben einige Hersteller von Bekleidung auch Stoffmasken in ihr Sortiment aufgenommen, so kann man heute die verschiedensten Atemschutzmasken kaufen. Es gibt stylische, die zur sonstigen Kleidung passen wie zum Beispiel zum Hemd, in der Farbe des Shirts und sogar zur Tracht in Bayern gibt es Masken als Zubehör. Auch Flagge zeigen ist möglich, man kann Atemschutzmasken mit allen denkbaren Aufdrucken kaufen.

Maskentücher oder Bandanas sind praktisch, weil sie um den Hals getragen werden können und dann bei Bedarf sofort zur Verfügung stehen. Diese sind auch am einfachsten mit einer Hand “zu bedienen” . Es gibt sie einfarbig, aber auch mit den verschiedensten Aufdrucken von freundlichen Gesichtern über Tiergesichter bis zu Totenköpfen. Für Sportler oder Menschen, die eine besonders empfindliche Atmung haben, gibt es besondere Atemschutzmasken zu kaufen. Diese sind sicherlich nicht für einen Schönheitswettbewerb geeignet, dafür haben sie eingearbeitete Felder mit dünnerem Gewebe, die das Atmen deutlich erleichtern. Alle diese Masken verbindet eines: Sie können gewaschen werden und belasten damit nicht die Umweltbilanz durch Einwegprodukte.

Gerade zu Beginn der Maskenpflicht war es üblich, Einwegware als Masken zu kaufen. Immerhin gibt es diese mittlerweile auch in rosa zusätzlich zum standard-hellblau. Obwohl es sicher praktisch ist, ein Objekt nach Gebrauch nicht waschen zu müssen, essen wir ja auch nicht immer von Einweg-Tellern. Ebenso wie Pappteller sind Wegwerf-Masken sicherlich eine gute Not-Massnahme, wenn alles andere nicht zur Verfügung steht, aber auch nicht mehr.

Wenn ich mich mit der Maske selbst schützen möchte, kommt eigentlich nur in Frage, eine FFP-Atemschutzmaske zu kaufen, wobei es FFP 1, 2 und 3 Masken gibt. Der Unterschied besteht in einer grösseren Dichte von 1 bis 3. Empfohlen wird vom Robert-Koch-Institut zum Schutz vor Corona-Viren die FFP2-Maske zu tragen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass diese auch korrekt angelegt sein müssen, um wirklich Schutz zu bieten. Ich kann die schönste Schutzmaske kaufen, wenn ich mir dann darunter die Nase kratze, hilft das alles nichts. Die FFP Masken sind auf Dauer sicherlich die teuerste Alternative, zumal sie nicht einfach in die Waschmaschine können. Doch für Mitglieder von Risikogruppen, die einfach einmal wieder auf die Strasse oder zum Einkaufen möchten und für Klinikpersonal sind sie sicher die beste Möglichkeit.